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Agility - Behändigkeit auf
6 Beinen
Agility wurde von einem Pferdesportler
in England entworfen. Einige Geräte ähneln daher den Geräten
aus diesem Sport. So sind im heutigen Reglement noch Sprunghürden
und der Weitsprung zu finden. Andere Geräte wurden entworfen
um die Geschicklichkeit der Hunde zu testen. Es gibt den Slalom,
den Laufsteg, die Wand, die Wippe, den Reifen und den Tunnel.
Ebenso wie im Reitsport wird der Parcours vom Richter entworfen.
Die Hundeführer dürfen ohne den Hund den Parcours einige Minuten
begutachten, um den, für ihren Hund, besten Weg zu finden. Auch
die Wertung ist an den Pferdesport angelehnt. Es gibt einen
Standardzeit, in welcher der Parcours möglichst ohne Fehler
bewältigt werden soll. Der Hund trägt im Wettkampf kein Halsband
und darf nur mit Worten und Gesten gelenkt werden. Das Berühren
der Geräte und des Hundes ist nicht erlaubt.
Im Training wird mit sehr viel
Lob, Futter und Spiel gearbeitet. Der Hund muss auch für den
kleinsten Fortschritt gelobt werden. Das Vertrauen der Hunde
zu ihrem Besitzer ist bei der Arbeit an den Geräten unerläßlich.
Die Hunden sollen lernen, immer für ihren Besitzer ansprechbar
zu sein. Die Besitzer lernen ihre Tiere in den Reaktionen kennen
und damit auch kontrollieren. Als Voraussetzung für die Teilnahme
an Turnieren müssen die Hunde zusätzlich die Prüfung zum Begleithund
ablegen. Die Arbeit in der Vorbereitung zur Prüfung ist auch
vorteilhaft außerhalb des Sports. Unsere Hunde fallen oft positiv
auf, da sie wesentlich sicherer im Gehorsam stehen. Dieser
Sport kann je nach Interesse und Voraussetzung vom Vereinssport
bis zur Weltmeisterschaft betrieben werden. Hunde, die im Agility
laufen, können natürlich bei Eignung zusätzlich in allen anderen
Hundesportarten geführt werden.
Agility eignet sich für fast jedes
Team (Besitzer und Hund). Es gibt zur Zeit zwei Klassen. Die
Klasse „Standard“ ist für Hund ab 40cm Schulterhöhe und die
Klasse „Mini“ für die kleineren Hunde. Ab 2002 werden die Hunde
in die Klasse „S“ (unter 35cm), „M“ ( von 35 bis unter 43cm)
und „L“ (ab 43cm) Schulterhöhe eingruppiert. Die einzig wichtige
Voraussetzung ist der Spaß an der Bewegung. Agility ist auch
sehr publikumswirksam. Die Zuschauer amüsieren sich jedesmal,
wenn ein besonders kleiner Hund aus dem Stofftunnel gekrochen
kommt, ein Hund nicht mehr von der Wand klettern möchte oder
sich beharrlich weigert durch den Reifen zu springen. Es verblüfft
immer wieder, wenn ein Sheltie schneller sein kann, als ein
Collie. Sollte ein Durchgang wegen Disqualifikation abgebrochen
werden, wird der Hund trotzdem gelobt. Prinzipiell gehen wir
davon aus, daß Fehler durch schlechte Führung des Besitzers
bedingt sind und der Hund sich immer Mühe gibt.
Vielleicht finden auch Sie Spaß
an diesem Hundesport. Auch wenn der Verein in Ihrer Nähe noch
kein Agility anbietet, können Sie mit ein paar Gleichgesinnten
vielleicht den Anstoß zum Aufbau einer Agility - Gruppe geben.
Ich wünsche
Ihnen viel Spaß mit Ihrem Hund.
Sabine
Propp (Obfrau für Agility)
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